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Endlager Konrad (Link zur Startseite)


Warum wir in Deutschland Endlager für radioaktive Abfälle brauchen.

Radioaktive Abfälle sollen wie auch im internationalen „Übereinkommen über die Sicherheit der Behandlung abgebrannter Brennelemente und über die Sicherheit der Behandlung radioaktiver Abfälle“ hervorgehoben wird, nicht in anderen Staaten endgelagert, sondern im eigenen Land dauerhaft entsorgt werden. Deutschland ist diesem Abkommen beigetreten. Die Endlagerung radioaktiver Abfälle ist also eine nationale Aufgabe.

In Deutschland gelten strenge gesetzliche Regelungen, wenn es um den Umgang mit radioaktiven Abfällen und ihre Endlagerung geht. Deshalb und damit nachfolgenden Generationen keine Altlasten aufgebürdet werden, hat sich die Bundesregierung dafür entschieden, radioaktive Abfälle in „tiefen geologischen Formationen“ endgültig, das heißt dauerhaft und wartungsfrei, endzulagern. Die Schachtanlage Konrad in Salzgitter bietet beste Voraussetzungen als Endlager für Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung.

Radioaktivität ist vom Menschen mit keinem Sinnesorgan wahrnehmbar. Egal ob natürliche oder künstlich erzeugte Radioaktivität, egal wie schwach oder stark – wir können sie nicht riechen, sehen, schmecken oder fühlen – und trotzdem ist sie gefährlich, häufig über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Deshalb muss radioaktiver Abfall besonders behandelt und sicher entsorgt werden.

In Deutschland unterscheiden wir zwei Arten von radioaktiven Abfällen: Wärme entwickelnde und radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Deutschland ist eines der wenigen Länder, das entschieden hat, sämtliche Arten radioaktiver Abfälle tief unter der Erdoberfläche endzulagern.

Prognose des Anfalls konditionierter Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung bis zum Jahr 2040 (kumuliert), Gesamtvolumen: circa 280.000 Kubikmeter. (Stand März 2006)Prognose des Anfalls konditionierter Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung bis zum Jahr 2040 (kumuliert), Gesamtvolumen: circa 280.000 Kubikmeter. (Stand März 2006)

Im Endlager Konrad werden nur „radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung“ endgelagert. Eine andere international übliche Einteilung ist „schwach- und mittelradioaktiver Abfall“, wobei nicht alle mittelradioaktiven Abfälle den Konrad-Bedingungen entsprechen. Die Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung stammen zum Beispiel aus dem Betrieb, der Stilllegung und dem Rückbau von Kernkraftwerken, aus der Forschung, der Medizin oder von der Bundeswehr und beinhalten unter anderem kontaminierte Werkzeuge und Schutzkleidung, Schlämme oder Suspensionen.

Radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung machen ungefähr 90 Prozent des gesamten radioaktiven Abfallvolumens in Deutschland aus, enthalten aber nur 0,1 Prozent der gesamten Radioaktivität der endzulagernden radioaktiven Abfälle. Circa 94.000 Kubikmeter des radioaktiven Abfalls mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung lagern heute bereits in verpackter Form über Tage in Zwischenlagern; mit weiteren 186.000 Kubikmetern rechnen Experten noch bis zum Jahr 2040. Für maximal 303.000 Kubikmeter ist das Endlager Konrad genehmigt.

Wenn Sie mehr über schwach- und mittelradioaktiven Abfall wissen möchten, können Sie sich hier vertiefende Informationen als PDF herunterladen oder klicken Sie auf Experteninformationen!

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