Navigation und Service

text Logo Bundesamt für Strahlenschutz

Endlager Konrad (Link zur Startseite)


Auf welchen Wegen der radioaktive Abfall zum Endlager gelangt.

Nicht nur die Endlagerung des radioaktiven Abfalls in Konrad wird von der Bevölkerung kritisch betrachtet, auch der Transport der Abfallgebinde nach Salzgitter, die – davon gehen Experten derzeit aus – zu 80 Prozent per Bahn und zu 20 Prozent per LKW erfolgt, ist mit Ängsten verbunden. Doch weder Transportwege, Verkehrsaufkommen noch die Abfallentsorgung müssen Grund zur Besorgnis geben. In der „Transportstudie Konrad“ stellt die Gesellschaft für Anlagen und Reaktorsicherheit (GRS) fest, dass keine radiologischen Risiken für die Bevölkerung bestehen werden.

Übertägige Anlagen von Schacht Konrad 2Übertägige Anlagen von Schacht Konrad 2

So ist auch eine gesonderte Sicherung der Transportmittel nicht notwendig, da der Abfall ausschließlich in behördlich genehmigten und strahlenschutztechnisch sicheren Behältern befördert wird, die durch ihre Konstruktion selbst bei einem Unfall jede unzulässige Strahlenbelastung ausschließen. Die Sicherheit der Abfalltransporte wird insgesamt durch die Einhaltung der gefahrgutrechtlichen und strahlenschutzrechtlichen Transportvorschriften gewährleistet.

Für den Transport der Abfallgebinde sind die Verursacher, also zum Beispiel Kernkraftwerke oder die kerntechnische Industrie verantwortlich. Alle Spediteure müssen den zuständigen Behörden ihre Zuverlässigkeit und Fachkunde nachweisen und einen Gefahrgutbeauftragten benennen, bevor sie mit dem Transport beauftragt werden dürfen. Weiterhin unterliegen alle Transporte besonderen Regelungen und werden mittels Schildern als Gefahrgut und „Radioactive“ gekennzeichnet. Darüber hinaus gilt auf dem Schachtgelände eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h.

Pro Woche wird ein Zug à 20 Waggons auf dem Gelände des Endlagers erwartet.Pro Woche wird ein Zug à 20 Waggons auf dem Gelände des Endlagers erwartet.

Zuständig für jede Transportgenehmigung gemäß Strahlenschutzverordnung und die Aufsicht sind das Eisenbahn-Bundesamt, die Gewerbeaufsichtsämter oder Landesbehörden. Ist der Abfall auf dem Betriebsgelände Konrads angekommen, durchläuft er verscheidene Kontrollstationen. Erst wenn er freigegeben wurde, darf er endgelagert werden.

In der Anfangszeit der Einlagerung kann es zu einer leicht erhöhten Transportfrequenz kommen, da zunächst die zwischengelagerten Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung eingelagert werden. Danach erreichen im Durchschnitt nicht mehr als zehn LKW und 20 Waggons pro Woche das Gelände des Endlagers.

Die Waggons mit den Abfallgebinden werden bis zum Bahnhof Beddingen geliefert. Von dort werden sie weiter bis zum Gelände des Endlagers Konrad und in die Umladehalle transportiert – dem Ort, wo auch die von LKW transportierten Abfälle angenommen werden. Anschließend werden alle Behälter mit einem Kran auf einen Plateauwagen gehoben und zum Strahlenschutzmessplatz gefahren und nach der dortigen Freigabe unter Tage befördert.

Wenn Sie mehr über die Sicherheit beim Transport radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung wissen möchten, können Sie sich hier vertiefende Informationen als PDF herunterladen oder klicken Sie auf Experteninformationen!

Zusatzinformationen

Aktuelle Umweltradioaktivität

Umweltradioaktivität in der Region Salzgitter

Schachtfahrt anfragen

Schachtfahrten buchen